Generationensolidarität in Gefahr?

Die Folgen der alternden Gesellschaft in zwei Workshops zu diskutieren, das war der Auftrag des Institut Alters an der Kappeler Kirchentagung 2019. Resultat waren zwei angeregte Vormittage, an denen die Teilnehmenden die soziale Sicherheit und die Generationensolidarität kontrovers debattierten.

Die Workshopteilnehmenden diskutierten die vorgegebenen Stellungnahmen zur alternden Gesellschaft kontrovers.

Höchstbrisant sind sie, die Auswirkungen des demografischen Wandels auf unsere Gesellschaft. Wenn die Bevölkerung altert, hat dies auch Folgen für die soziale Sicherheit -und damit kommt oft die Frage auf, ob die Generationensolidarität in Gefahr ist. Die Tagungsorganisatoren luden das Institut Alter der Berner Fachhochschule deshalb ein, zwei Workshops zu diesem Thema zu gestalten.

Es ist ein Grund zur Freude, dass die Lebenserwartung in der Schweiz heute so hoch ist. Viele von uns dürfen damit rechnen, bis ins hohe Alter gesund zu bleiben. Gleichzeitig nehmen wir die Alterung der Gesellschaft oft als Bedrohung unseres Wohlfahrtsstaates wahr. Es besteht beispielsweise die Sorge, dass unser Gesundheitssystem die Versorgung einer hohen Anzahl von älteren Menschen nicht gewährleisten kann. Dazu kommt oft Besorgnis um die finanzielle Altersvorsorge (insbesondere die AHV), wobei die aktuell Erwerbstätigen die Renten der Pensionierten finanzieren. Sechs ausgewählte Stellungnahmen zu diesen und anderen Auswirkungen der alternden Gesellschaft regten die Debatte während der Workshops an.

Die Workshops waren eingebettet in das breitere Ziel der Kappeler Kirchentagung, aktuelle Fragestellungen zu bearbeiten und sich mit der gesellschaftlichen Relevanz der Reformierten Kirche im Kanton Zürich auseinanderzusetzen. Für das Institut Alter (Federführung des Forschungsprojektes ‘Swiss Ageing Society’), war es zugleich eine spannende Gelegenheit den heutigen Diskurs über die alternde Gesellschaft direkt mit den Tagungsteilnehmenden zu diskutieren.

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